Geschafft!

Die letzte Woche in Berlin ging zu Ende und nun auch die erste Woche in der neuen niedersächsischen Heimat! Der lange und aufwändig geplante Umzug liegt jetzt endlich hinter uns und die neue Wohnung hat bereits Formen angenommen, denn wir haben alle Möbel aufgebaut und auch schon alle Kartons ausgepackt. Fast alles steht inzwischen an seinem Platz und es sieht schon relativ gemütlich aus. Ein paar letzte Anschaffungen machen wir noch in der nächsten Woche und dann können wir hoffentlich die letzte Tage genießen, bevor mein Mann im April die neue Arbeit startet und das kleine Cornflake mit der neuen Kita beginnt.

Die Katzen haben den 400 km weiten Transport erstaunlich gut gemeistert. Die Beruhigungstabletten von der Tierärztin haben mal überhaupt nicht geholfen… Katzen-Homöopathie halt, Placebos wirken bei Katzen komischerweise nicht. Sie haben also in der ersten halben Stunde der Autofahrt ganz herzzerreißend geschrien, wurden dann aber etwas ruhiger. Nach drei Stunden war nur noch alle paar Minuten ein Beschwerdelaut zu hören. In der neuen Wohnung verbrachten sie dann die ersten zwei Tage eingeschlossen mit allem, was sie brauchten fernab vom Trubel der restlichen Wohnung. Obwohl danach die Tür offen stand, hat es noch mehrere Tage gedauert, bis sie sich tatsächlich zum Erkunden aus dem Zimmer getraut haben. Inzwischen ist die Katze voll angekommen, der Kater jedoch tut sich schwer, wie bei jeder Veränderung, das kennen wir ja schon von ihm. Er hat Angst vor dem Knarren der Dielen – tja, da muss er sich jetzt einfach dran gewöhnen. Muss ich auch 😉

Vor dem Umzug habe ich noch diversen Papierkram für Krankenhaus und Reha meiner Mutter erledigt, die ja an der Bauchschlagader operiert werden musste. Zeitweise wusste ich wirklich nicht, wie ich meine Prioritäten setzen sollte zwischen Kita, Arbeit, Umzugspackerei und Mama-Organisationskram. Aber irgendwie haben wir das auch noch geschafft. Die OP hat sie erstaunlich gut überstanden, war innerhalb von wenigen Tagen wieder fit genug, um eine halbe Woche allein zu Hause verbringen zu können, ehe sie dann kurz vor dem Umzug in die Reha kam. Ich habe mit der Klinik telefoniert, ihren Gepäcktransport organisiert, mit dem Arzt telefoniert, Anträge für sie ausgefüllt – nur hinfahren musste sie alleine mit dem Zug. Am Monatsende darf sie nach Hause.

Letzten Samstag war der Umzug, und zwei Tage danach, am Montag, haben wir die 400 km schon wieder zurück gelegt und sind zurück nach Berlin gefahren. Dort hat nämlich unser Freund geheiratet: ich hatte hier mal von der bevorstehenden islamischen Hochzeit berichtet. Auf der Einladung stand 18 Uhr und wir trafen auch pünktlich ein – typisch deutsch!? Denn erst gegen 20 Uhr trudelten auch die anderen 300 Gäste mitsamt dem Brautpaar ein. Sie wurden hineingetrommelt von sechs lila bekleideten Trommlern, mussten einen Tanz aufführen umringt von jubelnden Gästen. Das dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis sie schließlich wieder mit Trommlerbegleitung zu ihrem Podest geführt wurden. Dort stellte man sich dann für gemeinsame Fotos und Glückwünsche an. Irgendwann konnte unsere Kleine dann nicht mehr und schlief trotz ohrenbetäubender Musik in Papas Armen ein. Wir warteten noch das Essen ab (Dönerteller in Alu-Box serviert) und stellten uns dann zum Gratulieren an, übergaben unsere Geschenkkarte dem Paar persönlich, statt uns in der Schlange vor der Bühne anzustellen, wo ein Moderator von jedem einen Schein entgegen nahm, diesen dann hoch hielt und irgendeinen uns unverständlichen Spruch dazu aufsagte (oder Name und Summe nannte?) und sind danach direkt nach Hause gegangen. Das beste haben wir dadurch bestimmt versäumt, aber es gab keine Möglichkeit, die Kleine hinzulegen und wir waren von dem ganzen Umzug und dem Gefahre am Vormittag auch total erledigt.

Dienstag war dann die Übergabe der alten Wohnung. Unsere Maler, die uns unter der Hand die Wohnung übers Wochenende gestrichen haben, haben zwar recht gut geputzt, doch trotzdem musste ich unter Aufsicht der blöden Hausverwaltungs-Wohnungsabnehmerin-Kuh („Da sind auch noch Farbreste!“) die Badewanne und Türklinken nochmals schrubben, ehe sie die Wohnung abgenommen hat. Nach der Abnahme sind wir von Berlin nach Magdeburg gefahren, wo meine Mutter in der Reha ist, und von dort aus dann endlich zurück ins neue zu Hause. Mann, haben wir gut geschlafen in der ersten Nacht zu Hause – nicht. Denn wir hatten in der neuen Wohnung weder Rolläden noch Vorhänge und es schien einfach mal Laternenlicht in unsere Gesichter, während wir unter dem Klopfen der eingeschalteten Heizungen versuchten, irgendwie ein Auge zuzukriegen.

Für die nächste Woche steht so einiges auf dem Programm. Wir wollen zu IKEA, weil wir noch eine Garderoben und einen Esstisch kaufen wollen. Dann ist das Aufnahmegespräch der Kita und der Klempner muss kommen wegen der klopfenden Heizung. Außerdem hat das Rohr unter dem Waschbecken zu tropfen angefangen, nachdem wir Rohrreiniger reingekippt haben… fragt nicht. Außerdem muss ich am Ende der nächsten Woche in die Wohnung meiner Mutter, ein paar Dinge für sie einkaufen und mal lüften / Heizung aufdrehen, weil sie während der Reha keinen Wohnungssitter hat (bzw. ich das offenbar bin). Außerdem muss ich ihr noch einen Antrag für ihre Rentenkasse fertig machen, den sie mir bei unserem Besuch mit den Worten „Mach du das, ich versteh das alles nicht“ in die Hand gedrückt hat.

Unser Auto ist auch noch so eine Baustelle, denn es hasst mich und ich werde garantiert keinen Meter mehr damit fahren, davon erzähle ich euch aber ein anderes Mal.

Soweit, so gut, so müde. 🙂

 

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