Hyposensibilisierung – alle guten Dinge…

… sind drei – war doch so, oder?

Im Anschluss an meinen Startbericht würde ich euch gerne erzählen, wie es mit mir und der Hypo-von-zu-Hause-aus weiter ging. Ich hatte ja erklärt, dass man mit einer täglich in der Menge steigenden Anfangsflasche startet, die man sich mittels seifenspenderartigen Konstruktion unter die Zunge „sprüht“ und dann ab der zweiten Woche die höher dosierte Folgesubstanz schluckt. Nachdem die erste Woche und somit die Einnahme der Anfangsflasche zu Ende waren, steckte ich zu Beginn der zweiten Einnahmewoche einer Anleitung nach die Hubvorrichtung auf die neue Flasche und wunderte mich bei der ersten Einnahme schon, warum denn da mit einem Drücken so viel auf einmal raus kam… promt bekam ich auch eine allergische Reaktion, die der ähnelt, die ich etwa beim Verzehr eines Apfels bekomme. Mein Gaumen schwoll an und der ganze Mundraum juckte. Toll – na hoffentlich gewöhne ich mich daran, dachte ich noch. Als die selbe Reaktion auch am zweiten Einnahmetag kam, unterbrach ich die Behandlung. Ich sah mir die Anleitung noch einmal genau an und stieß dabei auf einen Anwendungsfehler meinerseits – wie dumm! Da steht zwar für Vollidioten beschrieben, welche Flasche wie lange und in welcher Form genommen werden muss, aber da stand nicht, dass man vor der Anwendung einen sog. Sicherheitsring entfernen musste. Den hatte ich beim Zusammenstecken der zweiten Flasche gar nicht erst angebracht, doch der Arzt, der die erste Flasche in der Praxis zusammen gesteckt hatte, schon. So hatte ich die erste Woche lang zwar immer korrekt die Anzahl der „Drücker“ erhöht, doch es kam nicht die korrekte Menge raus, da ich den vom Arzt angebrachten Sicherheitsring nicht entfernt hatte, der verhindert, dass der Spender bis ganz nach unten gedrückt werden kann. So habe ich quasi jeden Tag zu gering dosiert und der Übergang zur neuen Flasche, die ja einen ganz anders konzentrierten Inhalt hat, war zu krass. Toll – und nun?
Ich wartete noch einen weiteren Tag ohne Einnahme ab und fing dann ganz von vorne an – bei der ersten Flasche mit der ersten Dosis – diesmal ohne Sicherheitsring in der korrekten Menge. Schon vor dem zweiten Einnahmetag geschah dann etwas, womit ich gar nicht gerechnet hatte: ich bekam Ausschlag! Ich bekam, ungelogen, von den Ohren bis zu den Füßen einen juckenden, roten, pickeligen Ganzkörperausschlag und musste mich damit durch Wochenende und Feiertage kämpfen, bis ich zum Arzt konnte. Dem berichtete ich dann von meinem Anwendungsfehler und er meinte, dass die Reaktion zwar eindeutig auf das Medikament zurückzuführen ist, dass sie aber auch ohne den Anwendungsfehler aufgetreten wäre. Ohne die allergische Reaktion hätte er mir auch geraten, nach Entdeckung des Anwendungsfehlers von vorne zu beginnen.

Ich habe nun ein Antihistaminikum bekommen, das ich morgens und abends in Form von Tabletten einnehmen muss und erst, wenn der Ausschlag komplett weg ist, darf ich die Behandlung erneut beginnen – wieder ganz von vorne. Dann also zum dritten Mal.

Der Arztbesuch war am Mittwoch und heute, drei Tage später, ist der Ausschlag weniger sichtbar, aber noch immer juckt es mich an einzelnen Stellen, ganz besonders nachts. Es nervt einfach.

Läuft, würde ich sagen. Nicht.

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9 Gedanken zu „Hyposensibilisierung – alle guten Dinge…

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