Damals vs heute 

Damals… 

… lief ein Tag am See so ab:

1. Ausschlafen bis 11

2. So lange frühstücken, dass man eigentlich schon wieder Mittag essen könnte

3. Mit dem Roller an den See düsen, das ganze Gepäck passt ins Helmfach

4. Den ganzen Tag in der prallen Sonne brutzeln und schlafen, ab und zu baden oder Karten spielen, vielleicht eine Shisha rauchen, wenn man die dabei hat

5. Warten bis man Hunger hat und dann nach Hause düsen, sich vom Fahrtwind abkühlen lassen und zu Hause genüsslich duschen

6. Essen und auf dem Sofa rumgammeln

Heute… 

… läuft das eigentlich fast genauso ab:

1. Aufstehen um halb 6 mit dem Kind, einer der Elternteile darf bis zum Frühstück um spätestens 9 Uhr (weil Kind hat ja Hunger) weiter schlafen

2. Das Kind frühstückt kurz und schmiert dann alles im Umkreis von 2 Metern an Boden und Wände. Während wir aufwischen, schieben wir uns ein Brötchen zwischen die Kiemen, abwechselnd, denn einer bespaßt ja nebenher das Kind

3. Wir packen das Auto: Baby-Wechselsachen, Spielzeug, Buddelzeug, Babysnacks, Babyessen inkl. Lätzchen, Babylöffel und Co., Schnuller, Lieblingskuscheltier, Strandmuschel für Schatten, Wickeltasche mit Extrawindeln und anderen Krimskrams „nur für den Fall“…  Es dauert eine Weile, bis alles gepackt ist. Die Nachbarn denken, wir machen eine Urlaubsreise

4. Mit dem Kind eine Burg bauen oder ein Loch in den Sand graben, im Wasser planschen, buddeln, wieder im Wasser planschen, Kind ans Trinken erinnern, Kind wickeln, es davor bewahren, Müll zu essen, Seewasser zu trinken oder zu verbrennen. Man ist permanent in Action, weil das Kind permanent in Action ist, wegkrabbelt, auf einem herumklettert, irgendeinen Mist baut oder möchte, dass man seinen Sandkuchen isst. Alles findet auf dem halben Quadratmeter der Strandmuschel statt.

5. Warten, bis das Kind so dermaßen überdreht ist, dass es nur noch heult und rumnervt und wir absolut keinen Bock mehr haben, auch nur eine Minute länger zu bleiben. Je nachdem ob man zu Hause vorher noch einen Mittagsschlaf hatte dauert der ganze Ausflug etwa drei bis vier Stunden maximal, dann sind alle schlecht gelaunt, klebrig, sandig und hungrig.

6. Einer badet das Kind, der andere duscht währenddessen. Dann darf der andere duschen, während der Geduschte das Kind bespaßt. Während einer spielt, hinterherkrabbelt, aufpasst und entertaint, kümmert der andere sich um das Essen. Gegessen wird im Grunde wie beim Frühstück: unentspannt. Das Kind ist hier schon megamüde und bockt eigentlich bloß noch rum und/oder hat Flausen im Kopf (Kriegt man den Salat eigentlich auch in die Nase?). Danach fallen wir alle todmüde ins Bett.

Hauptsache, das Kind hatte einen Wahnnsinstag 😀

dav

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3 Gedanken zu „Damals vs heute 

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