Was gibt’s hier?

Seit 2009 nehme ich mir vor, meinem Blog eine angepinnte Startseite zu verpassen und nun, im Jahre 2017, ist es auch schon soweit. Nun möchte ich allen, die hier neu sind, eine kurze Übersicht verschaffen, worüber hier eigentlich gebloggt wird.

Der Untertitel sagt es schon: es geht hier um die Banalitäten und Kuriositäten des Alltags. Wann immer mir irgendetwas bescheuertes passiert wird es in einer dieser beiden Kategorien verbloggt. Unter Banales findet ihr zahlreiche Stöckchen, Umfragen, Alltagsdialoge und Diskussionen über Globuli und andere Unnutzigkeiten des Lebens.

Unter Kurioses verpacke ich Dinge, die ein bisschen bekloppter sind als die Banalitäten, mit denen ich so konfrontiert bin. Hier geht es oft um weniger schöne Dinge wie Politik, Ängste, meine idiotischen Ex-Arbeitgeber, Krankheiten oder Streitigkeiten mit den Menschen in meinem Leben.

Derzeit beliebt ist meine Essensserie, in der ich jede Woche (jede… haha) frage, was es bei euch so zu Essen gab, damit man sich für die Folgewoche inspirieren lassen kann. Bei mir gibt’s meistens Nudeln. Aber auch über Schokoladenpizza, Zuckerdiäten und andere verrückte Sachen schreibe ich ab und zu mal – das könnt ihr dann hier nachlesen: Klick 

Dem Schagwort Gesundheit habe ich all meine merkwürdien Arztbesuche und Gebrechen (z.B. Pierre the Pilz) zugeordnet – schon mal eine Stillberatung vom Zahnarzt bekommen? Nein? Ich schon.

Diese Stillberatung bekam ich vermutlich aufgrund meiner damaligen Schwangerschaft, über deren nervenaufreibende, manchmal auch negative und beschwerliche Seiten ich mich hier buchstäblich ausgekotzt habe. Manchmal ist eine gute Portion Humor dabei, manchmal sind die Einträge informativ, allermeistens handeln sie aber von all den Mutationen meines Umfeldes.

Der Schwangerschaft folgte auch irgendwann eine Geburt (im Geburtshaus), bei der unsere Tochter – das kleine Cornflake – im Jahr 2016 auf die Welt kam und uns seitdem mit allerhand neuen Erfahrungen versorgt. Unser Kind ist unter anderem deshalb ganz besonders, weil es das Paradebeispiel für schlechten Schlaf ist, es ist quasi der prophezeite Schlafentzug in Person und macht uns wahnsinnig damit – gleichzeitig ist unser Leben, ist jeder Tag, aber so sehr bereichert worden, dass es immer wieder allerhand zu erzählen gibt. Ich gehöre aber nicht zu diesen Herzaugen-alles-ist-so-romantisch-und-wunderbar-Blogmuttis, die immerzu betonen, dass sie vor Liebe platzen.
Inzwischen ist das Baby ja zum Kleinkind geworden und damit ich nicht in 15 Jahren immer noch alle Beiträge vom kleinen Cornflake in die Kategorie „Baby“ sortiere, findet ihr alles, was wir den ganzen Tag so machen unter Kleinkind. In unserer Freizeit begegnen uns immer wieder merkwürdige Muddis auf dem Spielplatz und auch das halte ich selbstverständlich immer für euch fest.

Merkwürdige Muddis, ausflippende Schwiegermutter, narzisstische Mutter, Eheprobleme, dumme Berliner, „das Volk“ und andere komische Gestalten werden von mir in die Kategorie Menschen gebloggt und die wird auch regelmäßig aufgefüllt – dafür muss ich meistens nicht mal auf die Straße gehen.

Da ich nicht nur gerne blogge, sondern auch rezensiere, könnt ihr hier die zur Zeit noch etwas dürfte Auswahl an Rezensionen durchlesen. Meistens fallen meine Fazits immer etwas anders aus als die der breiten Masse und im Gegensatz zu dieser erkläre ich das Zustandekommen meiner Meinung auch. Da könnte sich so mancher Möchtegernrezensent mal eine Scheibe von abschneiden!

Außerdem habe ich noch Katzen und stricken kann ich auch.

 

Alltag irgendwie

Die Nacht ist zwischen halb 6 und halb 7 vorbei, dann stehe ich mit meiner Tochter zusammen auf, wickle sie, ziehe sie an und sagte „jaaaaahhhhaaaaa, gleeeiiich mein Schaaaatz“ in sarkastischem Ton, während sie heulend zu meinen Füßen nach ihrer Flasche nörgelt, die ich währenddessen zubereite. Während sie die dann auf dem Sofa trinkt, darf sie Peppa Wutz oder Kikaninchen oder weiß der Geier gucken, damit ich kurz allein aufs Klo schlüpfen und mir einen Kaffee machen kann. Dann gucken wir zusammen, während ich ihn trinke. In den nächsten zwei Stunden spielen wir im Kinderzimmer, lesen Bücher, bauen Klötze oder malen Bilder, während ich jede Minute nutze, um mich fertig zu machen: Kind malt – Schnell mal die Haare kämmen. Kind ist ins Buch vertieft – Schnell in die Arbeitsklamotten springen usw… eine halbe Stunde bevor ich los muss wird der Papa geweckt. Er könnte die halbe Stunde noch schlafen, aber mir ist lieber, dass er mit dem Kind in Ruhe zusammen frühstückt, wenn ich weg bin, und er braucht die halbe Stunde, um wach zu werden und Frühstück zu machen. Während er das tut, mache ich mich final fertig und zwänge mir noch unentspannt eine Schüssel Nougatcornflakes rein, wenn ich es schaffe. Dann gehe ich für vier Stunden zur Arbeit.
Wenn ich wieder komme, muss ich manchmal noch schnell kochen, bevor mein Mann sich zur Arbeit aufmacht, denn wenn er das Kind bespielt, dann kocht es sich schneller und entspannter. Manchmal hat er auch schon gekocht, dann essen wir zusammen. Wenn der Papa auf der Arbeit ist, beginnt für mich alles, was er nicht geschafft hat: zur Post, einkaufen, Wäsche waschen, Katzenklos machen, was weiß ich… und dann natürlich ggf. Mittagsschlaf, Spielplatz, lesen, bauen, malen … abends bringe ich die Kleine dann ins Bett – also essen, ggf. baden, umziehen, einschläfern. Und dann: puh – meine erste richtige Pause! Bis ich aber all den liegen gebliebenen Scheiß gemacht habe (gestern musste ich eine lange Mail an den Anwalt schreiben, heute war Flaschen und Schnuller putzen und auskochen angesagt), ist es meistens schon so spät, dass ich total müde ins Bett falle.

Meinem Mann geht es nicht viel anders. Er darf zwar bis um halb 9 schlafen, dafür macht er derzeit die Kita-Eingewöhnung der Kleinen am Vormittag und muss dann kurz nach dem ich von der Arbeit komme selbst los, um dann bis +/- Mitternacht zu arbeiten. Meine babyfreie Zeit ist also definitiv länger als seine, denn nach Feierabend sitzt er natürlich nicht noch bis 4 Uhr morgens rum und macht irgendwas.

Wenn die Kleine bald eingewöhnt ist, wird alles nochmal umgeworfen.

Tja und deshalb schreibe ich im Moment so wenig. In all dem Alltag passiert irgendwie nichts aufregendes oder ich bin einfach zu müde und/oder beschäftigt, um extra nochmal den Laptop anzumachen.

Und dann! Dann hast du solche Nachmittage bzw. Abende wie heute: das Kind hat zu viele Kiwis gegessen und einen megawunden Hintern – beim Wickeln muss aber trotzdem der Sand vom Spielplatz abgewischt werden… au weia 😦 Zusätzlich dazu bekommt sie einen neuen Zahn und der eigentlich beruhigende Schnuller tut beim Schnullern weh UND sie ist vorhin beim Spielplatz von der Treppe der Rutsche gefallen und hat sich eine dicke fette Beule mitten auf der Stirn zugezogen. Wir hatten beide wirklich miese Laune heute…

-38- Was gibt’s zu essen?

Da is’se wieder, die Essensserie – willkommen!

Was habt ihr diese Woche tolles zubereitet?

Bei uns gab es:

Pü, Spinat und Ei,
Summer-Pasta (Orangensoße, Cocktailtomaten, Hähnchen…),
Tortellini mit Schinken-Sahne-Soße,
ein total misslungenes weil eklig gewürztes Curry (von meinem Mann gemacht, harrharr),
den Rest hab ich vergessen. Nachher wollen wir noch Burger bestellen.

Optionale Spezialfrage: Wie sieht euer Lieblings-Beilagensalat aus?

Bis zum nächsten Mal!

ICH mach das!! 

Schwiegermutter wieder… die kann es nicht lassen, das kleine Cornflake mit (meist hässlichen) Klamotten zu überhäufen. Das regt mich einfach nur noch auf. Ohne zu fragen bringt sie bei jedem Besuch Kleidung mit und achtet dabei darauf, dass es möglichst an meinem Geschmack vorbei geht (den sie kennt weil ich es iiiiiiiimmer wieder kommuniziere): Rüschen, Schleifchen, Spitze, Herzchen, rosa, pink, wahlweise alles kombiniert. 

Ich hab sie vor kurzem darum gebeten, uns die Sachen zu schicken, die wir beim letzten Besuch vergessen haben (Ladekabel, Schnuller usw), und prompt nutzt sie die Chance und fragte mich soeben, welche Größe die Kleine jetzt eigentlich gerade trägt – woraufhin ich die Größe schreib, aber auch erwähnte, dass wir zur Zeit nichts brauchen, weil wir echt zu viel haben. Das kleine Cornflake besitzt acht T-Shirts, sechs Pullover, drei Jacken, bestimmt 25 Bodys… Ich weiß nicht wo ich das lagern soll. In meinem begehbaren Kleiderschrank meines Lofts in L.A vielleicht…? Vom Paket hat sie nichts erwähnt… Die glaubt irgendwie, ich würde die Frage nach der Größe nicht durchschauen. 

Und dann geht’s ja noch weiter: sie fragte dann nach ihrer „Sockengröße“. Dazu muss ich erklären, dass ihre Mutter, also die Uroma des kleinen Cornflakes, beim letzten Besuch zur Kleinen sagte, ich zitiere wortwörtlich: „Na und dann kauft die Uroma dir bald deine ersten Schuhe! Das macht nicht die Mama, das macht die Uroma! Ja? Soll die Uroma dir die ersten Schuhe kaufen?“ – Ich war nicht dabei…. zum Glück. Jedenfalls zielt die Frage nach der „Sockengröße“ sicherlich auf dieses Thema ab. Die können mich echt mal. ICH kaufe meinem Kind die ersten Schuhe! Das lasse ich mir nicht nehmen! Sollten die mir zuvor kommen werde ich die Schuhe aus Trotz und Rache bei einem rituellen Feuer im Hof verbrennen.

Es will mir nicht ins Hirn WARUM die nicht einfach fragen ob sie uns oder der Kleinen was gutes tun können, oder ob wir was brauchen… Da würden mir eine Menge Dinge einfallen, die sie ihr schenken können, ohne dass ich mich übergangen fühlen muss. Warme Sachen für den Winter zb haben wir noch keine, weil ich die Größe nicht abschätzen konnte, die sie diesen Winter haben würde. 

Abgesehen davon ist dieses ganze schenken zwischendurch ohne Anlass echt blöd. Noch checkt die Kleine das vielleicht nicht aber sie soll echt nicht dauernd irgendwas kriegen und schon vorher wissen, dass sie irgendwas kriegt, wenn sie Oma/Uroma sieht. Die haben doch beide mehrere eigene Kinder…. Sollen die denen doch was schenken! 

Ein ganz schön ereignisreiches Heute

 

Vor ein paar Tagen fing unser kleines Cornflake an, mit etwas Motivation und vorgegebenem Ziel („Guck mal, da hinten ist dein Stoffhund, willst du den mal holen?“), die ersten Strecken von 10 bis 20 Schritten allein zu laufen. Man sagte uns von allen Seiten: „Das wird jetzt immer mehr“ und ich konnte mir nicht vorstellen, was „immer mehr“ bedeutet, doch tatsächlich stimmt es genau so. Zunächst wurden mittels tatkräftiger Motivation die Strecken immer länger und länger, bis sie irgendwann so lange allein gelaufen ist, bis sie ankam, egal, wie weit das Ziel entfernt war. Danach kamen solche weiten Strecken einfach immer öfter am Tag vor und so lief sie von Tag zu Tag weiter und öfter. Man musste sie aber bislang immer hinstellen und ihr sagen, dass sie los laufen soll. Heute kam dann der Durchbruch. Mein Mann schrieb mir, als ich vormittags im Büro saß, eine Nachricht, dass er gerade in der Küche zugange war, als die Kleine einfach so um die Ecke gelaufen kam. Ganz alleine, ohne dass ihr jemand sagen musste, dass sie los gehen soll. Das war der erste Durchbruch des Tages. Am heutigen Abend saß ich dann mit ihr auf dem Fußboden rum, zwischen uns zwei Meter Abstand und für sie war keine Gelegenheit greifbar, sich hochzuziehen. Bislang ist sie in solchen Situationen dann immer gekrabbelt, aber in diesem Moment stand sie plötzlich zum ersten Mal aus eigener Beinkraft und ohne Hilfe auf und lief mir dann entgegen! Mann, was war sie stolz – und ich auch!

Und kurz darauf ist sie zum aller ersten Mal mit ihrem Bobbycar vorwärts gefahren! Bislang ging das nur rückwärts. Sie ist dann immer durch den ganzen Raum rückwärts gefahren, dann abgestiegen und hat das Auto vorwärts durch den Raum geschoben, damit sie danach wieder rückwärts fahren konnte … 😉

Scheint so, als wäre heute Durchbruchtag gewesen.

Und da ich schon dabei bin, halte ich auch gleich mal die neusten Neuigkeiten fest.
Leonie ist heute 499 Tage alt (oder 16 Monate und 11 Tage). Sie spricht ganz viele neue Sachen und die, die sie schon konnte sagt sie deutlicher oder kombiniert sie. Dem Anlass entsprechend sagt sie sehr häufig: „Mama Arbeit“. Außerdem haben wir ihr „Bye bye“ beigebracht, das sie nun zum Abschied immer sagt. Über alles liebt sie im Moment jegliche Form von Treppe zum Hochklettern und wenn wir unterwegs sind, dann zeigt sie vom Kinderwagen in jeden Hauseingang mit Stufen und sagt „Deppe“. Wenn zum Beispiel ihr Keks alle ist, und ich sage, dass das ja ganz schön schade ist, dann sagt sie mit ganz trauriger Mine: „Oooohh, daaade“, denn sie plappert nicht nur vieles nach sondern imitiert auch Tonfall und Gesichtsausdruck. Sie kennt jetzt auch ihren Namen; wenn wir sie fragen, wie sie heißt, dann tippt sie sich mit dem Zeigefinger auf die Brust und sagt „Neni!“, was Leonie bedeuten soll – oder Leni, wie wir immer sagen. Manchmal sagt sie: „Mama, Papa, Neni“ hintereinander, was ich total zauberhaft finde. Man kann sie jetzt unheimlich viele Dinge fragen und bekommt eine vernünftige Antwort zurück. Sehr süß finde ich es abends, wenn ich sie zum Einschläfern im Arm halte. Dann sage ich ihr gute Nacht und dann frage ich: „Soll ich noch was singen?“ und dann nimmt sie ihren Schnuller raus, sagt „Ja“ und steckt ihn sich wieder rein. Dann frage ich, ob ich „La le lu“ singen soll und wenn sie ja sagt, wird das auch gesungen und wenn sie tatsächlich nein sagt, dann frage ich, ob ich „die Igel“ singen soll, und dann sagt sie spätestens ja. Ihr Muttis kennt das Igellied zum Einschlafen?

 

Ich singe es viel langsamer und spätestens beim „Donner“ fallen ihr die Augen zu.

Heute habe ich auch zum ersten Mal ihren 13. Zahn durchblitzen sehen und das erklärt, warum das Zähne putzen zur Zeit so eine Katastrophe ist.
Zwischendurch hatten wir mal ganz wilde Nächte, die aber ein Einzelfall sind. In der Regel legen wir sie spätestens um 19 Uhr hin und sie schläft ohne einen Mucks (oder mit einem kurzen Mucks – Schnulli rein – wieder gut) bis 5:30 oder 6 Uhr durch. Heute Morgen war noch so eine große Ausnahme: sie hat bis kurz vor 8:00 geschlafen – ein Traum! Hätte ich nicht bis kurz nach Mitternacht gelesen, könnte ich glatt mal ausgeschlafen sein 😀

JEDENFALLS … ich hatte mir gewünscht, dass sie noch vor der Kita zu laufen anfängt, damit wir die ersten Schritte erleben und nicht die Kita-Leute.
Dienstag startet ihre Eingewöhnung 🙂 Läuft!

 

-37- Was gibt’s zu essen?

Einen wunderschönen guten Morgen, sehr verehrte Damen und Herren und herzlich willkommen zur Essensserie 😀

Ihr dürft gerne wieder kommentieren, was ihr in dieser Woche gekocht habt und euch inspirieren lassen, was es in der nächsten Woche gibt.

Da ich den Beitrag hier schon vorgeplant geschrieben habe, weiß ich noch nicht, was es bei uns gegeben haben wird, aber vermutlich ging es bei uns auch wieder nicht über die Klassiker hinaus… Nudeln und so 😉

Optionale Spezialfrage: Wie viel kommt bei euch aus der Dose oder Tüte?
Ravioli zählen hier nicht, die Dose ist nämlich ihr natürlicher Zustand, die wachsen so.

Trick 17

Im regennassen Berlin trug es sich zu, dass keine Briefmarke im Haus war, obwohl ich unbedingt einen Brief versenden wollte. Was macht man da? Losgehen und die nächste Post aufsuchen – bei dem Regen? Nein…. man googelt einfach „Brief ohne Briefmarke verschicken“ und erfährt zum ersten Mal von folgender bereits erfolgreich von mir getesteten Lösung für ganz Faule:

Man schreibe eine SMS mit „Brief“ an die 22122 und erhalte von der Post einen zwölfstelligen Zahlencode zurück. Diesen schreibe man dann in drei Viererreihen an die Stelle, an der sonst die Briefmarke geklebt hätte (oben rechts) und werfe den Brief dann einfach so ein. Verrückt. 

Dieser Spaß kostet 1,02 Euro + die Kosten für die SMS (bei mir nichts, weil Frei-SMS) und damit ist der Brief natürlich gnadenlos überteuert, aber für den Notfall und als Ausnahme ist das wirklich cool. 

Für Postkarten gibt’s das ganze auch. Hier der Link zur Post: Klick

Ich wurde geschlagen!

Ernsthaft jetzt!

Gestern wollte ich am frühen Nachmittag mit der S-Bahn fahren. Kam noch gut gelaunt aus dem Fahrstuhl am Bahnsteig, der brechend voll war, weil mal wieder irgendwas bei der Bahn nicht nach Plan lief. Ich bin zwischen zwei Leuten durchgelaufen, ohne aber zu drängeln – keiner der beiden Personen hätte auch nur einen Zentimeter zur Seite weichen müssen. Als ich aber genau zwischen diesen beiden Personen war, die ich keineswegs berührte, holte die rechte Person, die mir entgegen kam, plötzlich ohne Vorwarnung aus. Der Mann war extra stehen geblieben, hatte seinen Ellenbogen ruckartig zurück gezogen und ihn mir dann voll in die Rippen geschlagen! So richtig eindeutig mit voller Absicht! Dann schrie er über den ganzen Bahnsteig: „Ey, auf der anderen Seite ist SO VIEL Platz!“

Mein erster Reflex war, den Schmerz zu veratmen, der zweite Reflex war Flucht und der dritte Reflex, während ich schon drei Schritte weiter gegangen war, war, mich umzudrehen und „Alter, ist ja gut!“ zurückzubrüllen. Ja, zu seiner anderen Seite war mehr Platz. Ein halber Meter vielleicht und dann der Abgrund auf die Gleise. Ja, ich hätte ihn vorbei lassen können, aber es war noch so viel Platz zwischen mir und den jeweils anderen Personen, dass niemand sich hätte rühren müssen.

Ich schüttelte nur den Kopf und zog dann am Automaten mein Ticket, während er in die einfahrende Bahn einstieg und verschwand. Dabei konnte ich ihn noch einmal genau mustern und bin mir so im Nachhinein nicht sicher, ob er nicht ein Suffi-Obdachloser war: eine riesige Netto-Tüte dabei, Knitterhemd aus den 70ern an, fettige, graue und schulterlange Haare, insgesamt eine recht ungepflegte Erscheinung. Die Tat ansich und dass er quer über den Bahnsteig gebrüllt hat zeugen jedenfalls nicht unbedingt von Zurechnungsfähigkeit. Kurz hatte ich nämlich überlegt, ob man bei sowas die Polizei ruft, verwarf die Idee bei seinem Anblick dann aber wieder.

Was ich noch erstaunlicher fand: JEDER hat es mitbekommen. Mich haben alle angestarrt, einige haben ihm kopfschüttelnd nachgesehen und die Sekunde, ich der ich keuchend meine Rippen gehalten habe, hat auch jeder bemerkt. Aber meint ihr, auch nur einer hätte mich angesprochen? Auch nur einer hätte irgendwie reagiert?

Ich frage mich, wer in diesen Minuten auf diesem Bahnsteig am asozialsten war.

Mir ist jedenfalls nichts passiert, keine Blessuren oder bleibende Schäden – nur eine gute Geschichte für den Blog über Scheißberlin!

Damals vs heute 

Damals… 

… lief ein Tag am See so ab:

1. Ausschlafen bis 11

2. So lange frühstücken, dass man eigentlich schon wieder Mittag essen könnte

3. Mit dem Roller an den See düsen, das ganze Gepäck passt ins Helmfach

4. Den ganzen Tag in der prallen Sonne brutzeln und schlafen, ab und zu baden oder Karten spielen, vielleicht eine Shisha rauchen, wenn man die dabei hat

5. Warten bis man Hunger hat und dann nach Hause düsen, sich vom Fahrtwind abkühlen lassen und zu Hause genüsslich duschen

6. Essen und auf dem Sofa rumgammeln

Heute… 

… läuft das eigentlich fast genauso ab:

1. Aufstehen um halb 6 mit dem Kind, einer der Elternteile darf bis zum Frühstück um spätestens 9 Uhr (weil Kind hat ja Hunger) weiter schlafen

2. Das Kind frühstückt kurz und schmiert dann alles im Umkreis von 2 Metern an Boden und Wände. Während wir aufwischen, schieben wir uns ein Brötchen zwischen die Kiemen, abwechselnd, denn einer bespaßt ja nebenher das Kind

3. Wir packen das Auto: Baby-Wechselsachen, Spielzeug, Buddelzeug, Babysnacks, Babyessen inkl. Lätzchen, Babylöffel und Co., Schnuller, Lieblingskuscheltier, Strandmuschel für Schatten, Wickeltasche mit Extrawindeln und anderen Krimskrams „nur für den Fall“…  Es dauert eine Weile, bis alles gepackt ist. Die Nachbarn denken, wir machen eine Urlaubsreise

4. Mit dem Kind eine Burg bauen oder ein Loch in den Sand graben, im Wasser planschen, buddeln, wieder im Wasser planschen, Kind ans Trinken erinnern, Kind wickeln, es davor bewahren, Müll zu essen, Seewasser zu trinken oder zu verbrennen. Man ist permanent in Action, weil das Kind permanent in Action ist, wegkrabbelt, auf einem herumklettert, irgendeinen Mist baut oder möchte, dass man seinen Sandkuchen isst. Alles findet auf dem halben Quadratmeter der Strandmuschel statt.

5. Warten, bis das Kind so dermaßen überdreht ist, dass es nur noch heult und rumnervt und wir absolut keinen Bock mehr haben, auch nur eine Minute länger zu bleiben. Je nachdem ob man zu Hause vorher noch einen Mittagsschlaf hatte dauert der ganze Ausflug etwa drei bis vier Stunden maximal, dann sind alle schlecht gelaunt, klebrig, sandig und hungrig.

6. Einer badet das Kind, der andere duscht währenddessen. Dann darf der andere duschen, während der Geduschte das Kind bespaßt. Während einer spielt, hinterherkrabbelt, aufpasst und entertaint, kümmert der andere sich um das Essen. Gegessen wird im Grunde wie beim Frühstück: unentspannt. Das Kind ist hier schon megamüde und bockt eigentlich bloß noch rum und/oder hat Flausen im Kopf (Kriegt man den Salat eigentlich auch in die Nase?). Danach fallen wir alle todmüde ins Bett.

Hauptsache, das Kind hatte einen Wahnnsinstag 😀

dav

-36- Was gibt’s zu essen?

Hallo ihr Liieeebeeen *kotz-brech-beim-Nachäffen-dieser-Blog-Kanal-Floskel*

🙂

Heute dürft ihr im Rahmen der Serie wieder kommentieren, was ihr in dieser Woche gekocht oder gegessen habt und / oder euch von den anderen Kommentatoren inspirieren lassen, was es in der nächsten Woche zu essen geben könnte.

Bei uns gab es unter anderem Spaghetti Bolo („richtig“, also mit Möhrchen drin und so) und Hähnchencurry, die Klassiker. Die gehen einfach immer.

Heutige Spezialfrage: was trinkt ihr denn im Alltag so während des Essens?

Das Kind kann endlich laufen!

Seit Ende Dezember 2016 zieht sich unser kleines Cornflake an Möbeln hoch und läuft daran entlang. Dieser langen Phase folgte vor ein paar Monaten das Laufen an unserer Hand, und inzwischen nervt das wirklich sehr – denn das Kind will immer laufen, fordert das immer vehement ein und kriegt sogar Wutanfälle, wenn man sich mal nicht zur Verfügung stellt, im gebückten Zustand stundenlang durch die Bude oder über den Spielplatz zu tingeln. Letzte Woche waren wir dann einen kleinen Schritt weiter, als die Kleine dann tatsächlich mal mehr oder weniger aus Versehen drei oder vier Schritte alleine machte. Das kam dann immer mal wieder vor, brauchte aber eine richtig gute Motivation. Gestern dann der Durchbruch:

Wir waren auf dem Spielplatz und dort gibt es zwei so Schaukeltiere, die ungefähr fünf Meter auseinander stehen. Das kleine Cornflake saß auf dem einen Tier und wollte dann auf das andere, also hob ich sie runter, stellte sie auf den Boden und… sie lief einfach los. Allein! Sie lief ganz souverän und gemütlich die 12 oder 15 Schritte bis zum anderen Schaukeltier rüber … ! Wir waren total erstaunt und haben sie dann auch mehrmals dazu bekommen, so viele Schritte bis an ein neu gegebenes Ziel zu laufen!

Zu Hause hat sie dann wieder dauernd nach unserer helfenden Hand verlangt, so war es auch heute. Aber die Momente, in denen sie eine längere Strecke ohne Hilfe zurück legt, werden mehr. Vorhin ist sie durchs Wohnzimmer, um die Kurve und den Flur entlang allein gelaufen, was bestimmt 20 oder 25 Schritte waren, ehe sie gemerkt hat, dass sie ja ganz alleine läuft, setzte sich dann hin und weinte, weil sie an die Hand genommen werden wollte…

Es kann nur besser werden! 😀 Ich verbuche es jetzt mal unter „Hat mit 15 Monaten laufen gelernt“, ok?